Die Mitarbeitersuche im Handwerk ist schwierig genug. Umso ärgerlicher, wenn du dir durch vermeidbare Fehler selbst im Weg stehst. Denn gute Mitarbeiter im Handwerk springen schnell ab, wenn der erste Eindruck nicht stimmt. Hier die häufigsten Stolperfallen:
1. Zu lange warten, bis es brennt. Viele Betriebe suchen erst, wenn der letzte Kollege gekündigt hat. Bis dahin vergehen Wochen, in denen Aufträge liegen bleiben. Besser: Halte immer ein Auge auf potenzielle Kandidaten. Pflege Kontakte, auch wenn gerade kein akuter Bedarf besteht.
2. Eine Anzeige schalten und abwarten. Eine einzige Stellenanzeige auf einem einzigen Portal reicht heute nicht mehr. Du brauchst mehrere Kanäle gleichzeitig: Jobportal, Social Media, Mundpropaganda. Je sichtbarer du bist, desto besser.
3. Nur auf den Lebenslauf schauen. In einem kleinen Team zählt die Persönlichkeit mindestens so viel wie die Qualifikation. Jemand, der ins Team passt, motiviert ist und anpackt, kann fehlende Erfahrung in wenigen Monaten aufholen. Gib solchen Bewerbern eine Chance.
4. Benefits verschweigen, die du eigentlich bietest. Firmenwagen, flexible Arbeitszeiten, kostenlose Getränke, der kurze Freitag: Vieles, was in deinem Betrieb völlig normal ist, ist für Bewerber ein echtes Argument. Schreib es in die Stellenanzeige! Was du nicht nennst, kann nicht überzeugen.
5. Den Bewerbungsprozess unnötig kompliziert machen. Langes Anschreiben, tabellarischer Lebenslauf, eingescannte Zeugnisse, alles per E-Mail? Damit verlierst du die Hälfte der Interessenten, bevor sie überhaupt anfangen. Mach es so einfach wie möglich: Ein Anruf oder eine kurze WhatsApp-Nachricht reichen für den Erstkontakt völlig aus.