Du rechnest gerade den Auftrag Müller ab und merkst: Die Stunden passen nicht zur Kalkulation. 38 Stunden geplant, 52 gebraucht. Wo die 14 Extra-Stunden geblieben sind, lässt sich im Nachhinein kaum noch rekonstruieren. Das Material kam zweimal falsch. Ein Tag Leerlauf, weil der Fliesenleger erst Mittwoch statt Montag konnte. Und die Zusatzsteckdose, die der Kunde „kurz" am Telefon bestellt hat, steht nirgendwo.
Am Ende bleibt ein Auftrag, der auf dem Papier 2.800 € Gewinn bringen sollte, und in Wirklichkeit knapp kostendeckend war. Nicht, weil schlecht gearbeitet wurde. Sondern weil die Infos an zu vielen Stellen lagen: im Kopf, auf Zetteln, in WhatsApp-Nachrichten.
In vielen Handwerksbetrieben mit ein bis zehn Mitarbeitern läuft die Projektplanung über Zettel, Zuruf und Bauchgefühl. Das funktioniert oft erstaunlich gut, bis du nach einem Auftrag auf die Zahlen schaust und merkst, dass Planung und Realität auseinandergegangen sind.
Die gute Nachricht: Projektmanagement im Handwerk muss weder kompliziert noch teuer sein. In diesem Ratgeber erfährst du fünf Methoden, mit denen du Aufträge klar strukturierst, Projektphasen sauber planst und typische Fehler vermeidest. Dazu gibt es eine Checkliste, die du sofort einsetzen kannst.